Heidelberger Druckmaschinen AG –
Stellenabbau & Abfindung
Alles was betroffene Heidelberger Druckmaschinen AG-Mitarbeiter wissen müssen: aktueller Stellenabbau, Abfindungsformel, Sozialplan und rechtliche Einordnung.
* Die Spanne ist eine redaktionelle Einschätzung von AbfindungsHero auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen wie Branche, Mitbestimmung, Ertragslage und veröffentlichter Regelungen. Sie ist keine Angabe des Unternehmens. Im Einzelfall verschieben Betriebszugehörigkeit, Alter und besonderer Kündigungsschutz das Ergebnis deutlich.
Anmerkungen zur Entwicklung
- Geschäftsjahr endet am 31. März. Standortangaben aus Unternehmensmitteilungen: rund 4.000 Beschäftigte in Wiesloch-Walldorf, Standortgarantie für 3.500.
- 2026 · Abbau von rund 450 Stellen am Stammsitz im Zusammenhang mit der Verlagerung der Speedmaster-CX-104-Montage nach Shanghai. Das Geschäftsjahr endet am 31. März; die Jahresangabe bezeichnet das Ende des Geschäftsjahres, 2022 steht also für das Geschäftsjahr 2021/22. Die Werte sind Konzernbeschäftigte zum Geschäftsjahresende.
Aktuelle Regelungen
Der Abbau von rund 450 Stellen beruht auf einem Zukunftsplan, den der Vorstand mit Betriebsrat und IG Metall vereinbart hat. Er sieht eine sozialverträgliche Umsetzung vor, unter anderem über Renteneintritt und Frühverrentung, und enthält eine Standortgarantie für 3.500 Beschäftigte bis Ende 2028. Nach Branchenberichten haben bereits mehr als 550 Beschäftigte Aufhebungsverträge unterschrieben.
Einschätzung des Abfindungsfaktors
Wir leiten einen Abfindungsfaktor von 0,9 ab, mit einer Spanne von 0,7 bis 1,2. Dafür sprechen die Standortgarantie, die Vereinbarung mit der IG Metall und vor allem die hohe Zahl bereits unterschriebener Aufhebungsverträge, die auf attraktive Angebote hindeutet. Dämpfend wirkt die Ergebnislage: Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen Verlust.
Der Faktor ist unsere Einschätzung, abgeleitet aus Kennzahlen wie Branche, Region, Mitbestimmung und wirtschaftlicher Lage, und keine Zusage des Unternehmens. Entscheidend bleibt Ihr Einzelfall: Betriebszugehörigkeit, Alter und besonderer Kündigungsschutz, etwa bei Schwerbehinderung, Schwangerschaft, Elternzeit oder einem Betriebsratsmandat, können das Ergebnis deutlich verschieben. Hinzu kommen weitere Umstände des Einzelfalls.
Abfindungsrechner für Heidelberger Druckmaschinen AG
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Der Richtwert ist eine Einschätzung, die wir aus den uns zugänglichen Informationen abgeleitet haben: Kündigungsschutz, Sozialplan, Gewerkschaft, betroffene Bereiche und wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Er ist kein zugesicherter oder amtlicher Wert. Was am Ende tatsächlich gezahlt wird, hängt zusätzlich von Ihrer persönlichen Situation ab und ganz erheblich davon, wie verhandelt wird. Nach oben ist der Bereich bewusst offen, weil im Einzelfall deutlich mehr möglich ist.
Die Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung auf Basis der verbreiteten Regelformel und ersetzt keine Rechtsberatung. AbfindungsHero erbringt selbst keine Rechtsdienstleistungen, sondern vermittelt den Kontakt zu Anwältinnen und Anwälten für Arbeitsrecht. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung besteht nur in Ausnahmefällen. Die tatsächliche Höhe hängt zusätzlich von Alter, Unterhaltspflichten, einer möglichen Schwerbehinderung, der Wirksamkeit der Kündigung und dem Verhandlungsverlauf ab. Eine Beurteilung des Einzelfalls ist nur durch eine anwaltliche Prüfung möglich.
Im Dezember 2024 einigten sich Vorstand, Betriebsrat und IG Metall auf einen Zukunftsplan für den Standort Wiesloch-Walldorf: Abbau von rund 450 der etwa 4.000 Stellen über drei Geschäftsjahre, sozialverträglich über Renteneintritt und Frühverrentung, Senkung der Personalkosten um mehr als 100 Millionen Euro. Die Vereinbarung gilt bis Ende 2028 und enthält eine Standortgarantie für 3.500 Beschäftigte. 2026 folgte der Beschluss, die Montage der Speedmaster CX 104 nach Shanghai zu verlagern; nach Branchenberichten haben mehr als 550 Beschäftigte Aufhebungsverträge unterschrieben.
Heidelberger Druckmaschinen AG: Stellenabbau, Abfindung & Rechte der Mitarbeiter
Stellenabbau bei Heidelberger Druckmaschinen: 450 Stellen in Wiesloch-Walldorf
Heidelberger Druckmaschinen streicht am Stammsitz Wiesloch-Walldorf rund 450 von etwa 4.000 Stellen, also mehr als jede zehnte. Grundlage ist ein Zukunftsplan, auf den sich der Vorstand im Dezember 2024 mit dem Betriebsrat und der IG Metall geeinigt hat. Über drei Geschäftsjahre sollen die Personalkosten um mehr als 100 Millionen Euro sinken, auch durch die Verrechnung künftiger Tariferhöhungen. Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen, unter anderem über regulären Renteneintritt und Frühverrentung.
Im Gegenzug gibt es eine Standortgarantie
Die Vereinbarung gilt bis Ende 2028 und enthält eine Standortgarantie für 3.500 Beschäftigte sowie Investitionen in Wiesloch-Walldorf. Für Beschäftigte ist das die wichtigste Zahl: Der Standort ist abgesichert, der Abbau betrifft die Differenz.
Die Verlagerung nach Shanghai
Im Juni 2026 hat das Unternehmen beschlossen, die Montage des Volumenmodells Speedmaster CX 104 vollständig nach Shanghai zu verlagern; damit hängen die 450 Arbeitsplätze in Wiesloch-Walldorf zusammen. Nach Branchenberichten haben bereits mehr als 550 Beschäftigte Aufhebungsverträge unterschrieben. Wenn mehr Menschen ein Angebot annehmen als Stellen wegfallen sollen, spricht das für attraktive Konditionen.
Wohin sich das Unternehmen entwickelt
Im Geschäftsjahr 2025/2026 stieg der Umsatz leicht auf 2,293 Milliarden Euro, das Ergebnis nach Steuern verdreifachte sich auf 15 Millionen Euro, der freie Cashflow lag bei minus 19 Millionen Euro; eine Dividende gibt es nicht. Für 2026/2027 erwartet das Management wegen der Verlagerungskosten einen Nettoverlust im niedrigen zweistelligen Millionenbereich. Parallel baut Heidelberg ein zweites Standbein auf: Über das Gemeinschaftsunternehmen ONBERG Autonomous Systems steigt der Konzern in die autonome Drohnenabwehr ein und integriert das Servicegeschäft von Manroland Sheetfed.
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Ob ein Angebot fair ist, lässt sich seriös nur am konkreten Fall beurteilen. In einem kostenlosen Erstgespräch schätzt ein Anwalt für Arbeitsrecht aus unserem Netzwerk Ihre Lage ein und sagt Ihnen, worauf es bei Ihnen ankommt. Eine erste Orientierung zur Größenordnung gibt Ihnen vorab der Abfindungsrechner.