MAN Truck & Bus SE –
Stellenabbau & Abfindung
Alles was betroffene MAN Truck & Bus SE-Mitarbeiter wissen müssen: aktueller Stellenabbau, Abfindungsformel, Sozialplan und rechtliche Einordnung.
* Die Spanne ist eine redaktionelle Einschätzung von AbfindungsHero auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen wie Branche, Mitbestimmung, Ertragslage und veröffentlichter Regelungen. Sie ist keine Angabe des Unternehmens. Im Einzelfall verschieben Betriebszugehörigkeit, Alter und besonderer Kündigungsschutz das Ergebnis deutlich.
Aktuelle Regelungen
MAN Truck & Bus baut bis 2035 rund 2.300 Stellen in Deutschland ab, entlang der demografischen Kurve und ohne betriebsbedingte Kündigungen. Die Einigung vom 15. Januar 2026 sichert die Beschäftigung bis Ende 2035, mit möglicher Verlängerung bis 2040. Für Salzgitter folgte Ende Januar 2026 eine eigene Vereinbarung mit demselben Kündigungsausschluss, dem Erhalt der Komponentenfertigung und 59 Mio. Euro Investitionen. Ein allgemeines Abfindungsprogramm gibt es nicht.
Einschätzung des Abfindungsfaktors
Wir leiten einen Faktor von 1,0 ab, mit einer Spanne von 0,8 bis 1,3. Der stärkste Treiber ist der Kündigungsausschluss bis Ende 2035 mit möglicher Verlängerung bis 2040: Wer über ein Jahrzehnt nicht gekündigt werden kann, geht nur, wenn sich das lohnt. Dazu kommen die Einigung mit der IG Metall, die Investitionszusagen für die Standorte und das Gehaltsniveau in der Nutzfahrzeugindustrie. Dämpfend wirkt, dass der Abbau entlang der demografischen Kurve läuft und MAN deshalb selten Austritte erkaufen muss.
Der Faktor ist unsere Einschätzung, keine Zusage des Unternehmens. Wer unter die Beschäftigungssicherung fällt, sollte genau rechnen, bevor er sie gegen eine Abfindung eintauscht. Dazu kommen Betriebszugehörigkeit, Alter und ein möglicher besonderer Kündigungsschutz. Hinzu kommen weitere Umstände des Einzelfalls.
Abfindungsrechner für MAN Truck & Bus SE
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Der Richtwert ist eine Einschätzung, die wir aus den uns zugänglichen Informationen abgeleitet haben: Kündigungsschutz, Sozialplan, Gewerkschaft, betroffene Bereiche und wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Er ist kein zugesicherter oder amtlicher Wert. Was am Ende tatsächlich gezahlt wird, hängt zusätzlich von Ihrer persönlichen Situation ab und ganz erheblich davon, wie verhandelt wird. Nach oben ist der Bereich bewusst offen, weil im Einzelfall deutlich mehr möglich ist.
Die Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung auf Basis der verbreiteten Regelformel und ersetzt keine Rechtsberatung. AbfindungsHero erbringt selbst keine Rechtsdienstleistungen, sondern vermittelt den Kontakt zu Anwältinnen und Anwälten für Arbeitsrecht. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung besteht nur in Ausnahmefällen. Die tatsächliche Höhe hängt zusätzlich von Alter, Unterhaltspflichten, einer möglichen Schwerbehinderung, der Wirksamkeit der Kündigung und dem Verhandlungsverlauf ab. Eine Beurteilung des Einzelfalls ist nur durch eine anwaltliche Prüfung möglich.
Für den zunächst ausgenommenen Standort Salzgitter, an dem 600 Stellen zur Disposition standen, erzielten IG Metall und Geschäftsführung Ende Januar 2026 ein eigenes Tarifergebnis: Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bis zum 31. Dezember 2035, Erhalt der Lkw-Komponentenfertigung, Ausbau der Ersatzteillogistik und 59 Millionen Euro Investitionen. Zuvor waren die Verhandlungen zwischenzeitlich abgebrochen worden.
MAN kündigte im November 2025 an, über zehn Jahre rund 2.300 Stellen in Deutschland abzubauen. Am 15. Januar 2026 einigten sich IG Metall, Gesamtbetriebsrat und Unternehmen auf eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2035, die sich bis Ende 2040 verlängern kann; bis 2030 investiert MAN fast eine Milliarde Euro in die deutschen Standorte. Der Abbau läuft entlang der demografischen Kurve, betriebsbedingte Kündigungen sind nicht vorgesehen.
MAN Truck & Bus SE: Stellenabbau, Abfindung & Rechte der Mitarbeiter
Stellenabbau bei MAN: zehn Jahre Sicherheit gegen 2.300 Stellen
MAN Truck & Bus baut über zehn Jahre rund 2.300 Stellen in Deutschland ab. Angekündigt wurde das im November 2025, die Einigung mit der Arbeitnehmerseite folgte am 15. Januar 2026 nach Gesprächen, die nach Angaben der IG Metall mehrfach vor dem Scheitern standen. Die Beschäftigungssicherung läuft bis Ende 2035 und kann sich abhängig von der Unternehmensleistung bis Ende 2040 verlängern. Alle tariflichen Leistungen bleiben erhalten, einschließlich der bei MAN geltenden Vorteile für Gewerkschaftsmitglieder. Bis 2030 investiert MAN fast eine Milliarde Euro in die deutschen Standorte. Der Abbau läuft entlang der demografischen Kurve, also über Renteneintritte ohne Nachbesetzung; betriebsbedingte Kündigungen sind nicht vorgesehen. Einbezogen ist auch die TRATON R&D Germany, in die zuvor große Teile der MAN-Entwicklungsbelegschaft gewechselt waren.
Das MAN-Werk in Salzgitter ist seit Februar 2026 mit drin
MAN betreibt in der niedersächsischen Stadt Salzgitter ein eigenes Werk; mit der Salzgitter AG hat das nichts zu tun. Das Eckpunktepapier vom Januar galt zunächst nicht für diesen Standort, wo 600 Stellen zur Disposition standen und die Verhandlungen zwischenzeitlich abgebrochen waren. Ende Januar 2026 einigten sich IG Metall und Geschäftsführung dann auch für diesen Standort: betriebsbedingte Beendigungskündigungen sind bis zum 31. Dezember 2035 ausgeschlossen, die Fertigung von Lkw-Komponenten bleibt, die Ersatzteillogistik wird ausgebaut, und MAN sagt 59 Millionen Euro Investitionen zu. Beschäftigte werden rückwirkend entschädigt und künftig am Unternehmenserfolg beteiligt.
Die Vorgeschichte erklärt die Skepsis
2021 hatten MAN und IG Metall bereits einen Tarifvertrag Zukunft geschlossen: Abbau von rund 3.500 Stellen in Deutschland, darin auch Leiharbeit und befristete Verträge, im Gegenzug Zusagen zu Produkten und Mindestbeschäftigtenzahlen an den Standorten. Betriebsbedingte Kündigungen waren dort bis Ende 2026 nur mit Zustimmung der IG Metall möglich. Die Gewerkschaft warf MAN später vor, sich nicht an die Zielbilder zu halten, und berichtete, das Unternehmen wolle den Vertrag zum Jahresende 2026 kündigen.
Warum MAN unter Druck steht
Das Unternehmen nennt hohe Faktor- und Stromkosten in Deutschland, eine schwache Konjunktur, neue Konkurrenz aus China im europäischen Markt für Elektro-Lkw und strengere CO2-Ziele der EU. Hinzu kommt der interne Vergleich: Die schwedische Konzernschwester Scania arbeitet deutlich profitabler. MAN produziert in München, Nürnberg und Salzgitter; das Nürnberger Werk wurde mit staatlichen Fördermitteln von der Motorenfertigung zum Batteriewerk umgebaut.
Was das für Beschäftigte bedeutet
Ein Abbau über die demografische Kurve bedeutet, dass es kein breites Abfindungsprogramm gibt: Wer von sich aus gehen möchte, verhandelt individuell. Wer bleibt, ist bis Ende 2035 vor betriebsbedingten Kündigungen geschützt. Dieser Schutz ist ein geldwerter Vorteil, der bei jedem Angebot zum Ausscheiden in die Rechnung gehört.
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