Software AG –
Stellenabbau & Abfindung
Alles was betroffene Software AG-Mitarbeiter wissen müssen: aktueller Stellenabbau, Abfindungsformel, Sozialplan und rechtliche Einordnung.
* Die Spanne ist eine redaktionelle Einschätzung von AbfindungsHero auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen wie Branche, Mitbestimmung, Ertragslage und veröffentlichter Regelungen. Sie ist keine Angabe des Unternehmens. Im Einzelfall verschieben Betriebszugehörigkeit, Alter und besonderer Kündigungsschutz das Ergebnis deutlich.
Anmerkungen zur Entwicklung
- 2020 · Deutschland abgeleitet, Welt gerundet.
- 2024 · Verkauf von webMethods und StreamSets an IBM (Juli 2024) sowie TrendMiner. Portfolioeffekt, keine Konzernzahlen mehr veröffentlicht.
- 2025 · Verkauf von Alfabet und Cumulocity (Januar 2025), Rest aufgeteilt in Adabas & Natural und ARIS. Portfolioeffekt.
Aktuelle Regelungen
Für den Abbau von rund 150 Stellen in den zentralen Funktionen haben Software GmbH und Betriebsrat einen Interessenausgleich geschlossen. Ob ein Sozialplan mit festen Abfindungsregeln besteht und wie hoch die Abfindungen ausfallen, ist nicht öffentlich bekannt.
Einschätzung des Abfindungsfaktors
Wir leiten einen Faktor von 0,8 ab, mit einer Spanne von 0,6 bis 1,1. Dafür sprechen der geschlossene Interessenausgleich, das hohe Gehaltsniveau in der Softwareentwicklung und in zentralen Funktionen sowie die Finanzkraft des Eigentümers nach der Übernahme. Dämpfend wirkt, dass der Abbau als betriebsbedingte Maßnahme umgesetzt wurde und nicht über ein Freiwilligenprogramm, bei dem der Arbeitgeber Zustimmung erkaufen muss.
Der Faktor ist unsere Einschätzung, keine Zusage des Unternehmens. Nach der Übernahme und der Umwandlung in eine GmbH kommt es darauf an, welche Gesellschaft in Ihrem Vertrag steht und welche Vereinbarungen dort gelten. Dazu kommen Betriebszugehörigkeit, Alter und ein möglicher besonderer Kündigungsschutz. Hinzu kommen weitere Umstände des Einzelfalls.
Abfindungsrechner für Software AG
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Der Richtwert ist eine Einschätzung, die wir aus den uns zugänglichen Informationen abgeleitet haben: Kündigungsschutz, Sozialplan, Gewerkschaft, betroffene Bereiche und wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Er ist kein zugesicherter oder amtlicher Wert. Was am Ende tatsächlich gezahlt wird, hängt zusätzlich von Ihrer persönlichen Situation ab und ganz erheblich davon, wie verhandelt wird. Nach oben ist der Bereich bewusst offen, weil im Einzelfall deutlich mehr möglich ist.
Die Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung auf Basis der verbreiteten Regelformel und ersetzt keine Rechtsberatung. AbfindungsHero erbringt selbst keine Rechtsdienstleistungen, sondern vermittelt den Kontakt zu Anwältinnen und Anwälten für Arbeitsrecht. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung besteht nur in Ausnahmefällen. Die tatsächliche Höhe hängt zusätzlich von Alter, Unterhaltspflichten, einer möglichen Schwerbehinderung, der Wirksamkeit der Kündigung und dem Verhandlungsverlauf ab. Eine Beurteilung des Einzelfalls ist nur durch eine anwaltliche Prüfung möglich.
Im Januar 2025 schloss die Software GmbH die Verkäufe von Alfabet und Cumulocity ab. Seitdem besteht die Gruppe aus den eigenständig geführten Einheiten Adabas & Natural und ARIS sowie der Holding mit zentralen Funktionen. Dies ist kein Stellenabbau, sondern ein Portfolioeffekt.
Laut einem im September 2025 bekannt gewordenen Interessenausgleich zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat baut die Software GmbH bis Mitte 2026 rund 150 Stellen ab, vor allem in Finanzen, Personal, Beschaffung und IT. 84 Beschäftigte wechseln zu Adabas & Natural, 35 zu ARIS. Ob ein Sozialplan vereinbart wurde, ist nicht öffentlich bekannt.
Im Juli 2024 schloss die von Silver Lake übernommene Software AG den Verkauf ihrer Integrationsplattform webMethods samt StreamSets an IBM für rund 2,13 Milliarden Euro ab; im selben Zug wurde TrendMiner verkauft. Die Beschäftigten der Bereiche wechselten zu den Käufern. Dies ist kein Stellenabbau, sondern ein Portfolioeffekt.
Software AG: Stellenabbau, Abfindung & Rechte der Mitarbeiter
150 Stellen in zentralen Funktionen
Die frühere Software AG, heute als Software GmbH im Besitz des Finanzinvestors Silver Lake, hat mit dem Betriebsrat einen Interessenausgleich über den Abbau von rund 150 Stellen bis Mitte 2026 geschlossen. Betroffen sind vor allem zentrale Funktionen wie Finanzen, Personal, Beschaffung und IT. 84 Beschäftigte wechseln zur Geschäftseinheit Adabas & Natural, 35 zu ARIS.
Hintergrund: Zerlegung in Einzelteile
Silver Lake hatte die Software AG 2023 übernommen und Anfang 2024 von der Börse genommen. Seitdem wurden die Integrationsplattform webMethods samt StreamSets an IBM verkauft, dazu TrendMiner, Alfabet und Cumulocity. Übrig bleiben die beiden eigenständig geführten Einheiten Adabas & Natural sowie ARIS. Die zentralen Funktionen der Holding werden auf diese Einheiten verlagert, dadurch entfällt ein Großteil der bisherigen Konzernverwaltung.
Was für Beschäftigte wichtig ist
Ob es neben dem Interessenausgleich einen Sozialplan gibt und zu welchen Konditionen, ist nicht öffentlich bekannt. Für die 119 Beschäftigten, die zu Adabas & Natural oder ARIS wechseln, ändert sich der Arbeitgeber innerhalb der Gruppe. Seit dem Delisting veröffentlicht die Software GmbH keine Mitarbeiterzahlen mehr, die Belegschaft in Deutschland lag 2023 zuletzt bei knapp 1.200 Vollzeitstellen.
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Auch ohne Abbauprogramm lohnt sich der Blick eines Fachmanns: In einem kostenlosen Erstgespräch ordnet ein Anwalt für Arbeitsrecht aus unserem Netzwerk ein, wie stark Ihre Position ist und was sich verhandeln lässt.