Handel Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen nicht börsennotiert (Familienunternehmen) Aktiver Stellenabbau

Aldi Süd –
Stellenabbau & Abfindung

Alles was betroffene Aldi Süd-Mitarbeiter wissen müssen: aktueller Stellenabbau, Abfindungsformel, Sozialplan und rechtliche Einordnung.

50.000
Mitarbeiter Deutschland
Laufend
Stellenabbau
1.250
Stellen betroffen
0,8 bis 1,3*
Abfindungsfaktor
Ja
Betriebsrat vorhanden
Kein Ausschluss bekannt
Betriebsbedingte Kündigungen

* Die Spanne ist eine redaktionelle Einschätzung von AbfindungsHero auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen wie Branche, Mitbestimmung, Ertragslage und veröffentlichter Regelungen. Sie ist keine Angabe des Unternehmens. Im Einzelfall verschieben Betriebszugehörigkeit, Alter und besonderer Kündigungsschutz das Ergebnis deutlich.

Unternehmenskennzahlen
203.146
Mitarbeiter weltweit
89 Mrd. €
Umsatz
Mülheim an der Ruhr, Nordrhein-Westfalen
Hauptsitz
50.000
Mitarbeiter Deutschland
Handel
Branche
nicht börsennotiert (Familienunternehmen)
Börsennotierung
Abfindung
Abfindungsfaktor
0,8 bis 1,3
Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr
Redaktionelle Schätzung
Verhandlungspartner
Betriebsrat und ver.di
Abbau-Methode
Freiwillig

Aktuelle Regelungen

Aldi Süd setzt beim Abbau von rund 1.250 Stellen nach Berichten auf Abfindungen für freiwilliges Ausscheiden statt auf Kündigungen; bei Aldi International Services gibt es erstmals ein Freiwilligenprogramm. Die Konditionen sind nicht veröffentlicht.

Einschätzung des Abfindungsfaktors

Wir leiten einen Abfindungsfaktor von 1,0 ab, mit einer Spanne von 0,8 bis 1,3. Dafür sprechen das Gehaltsniveau in Digitalsparte, Einkauf und Verwaltung, die belegte Bereitschaft, Austritte mit Abfindungen zu erkaufen, und die sehr gute wirtschaftliche Lage des Discounters. Dämpfend wirkt, dass ein Sozialplan mit festen Konditionen nicht bekannt ist.

Der Faktor ist eine Einschätzung, die wir aus Branche, Region, Mitbestimmung und wirtschaftlicher Lage ableiten, und keine Zusage des Unternehmens. Was am Ende erreichbar ist, entscheidet Ihr konkreter Fall, insbesondere Betriebszugehörigkeit, Alter und ein möglicher besonderer Kündigungsschutz. Hinzu kommen weitere Umstände des Einzelfalls.

Abfindungsrechner für Aldi Süd

Berechnen Sie in wenigen Sekunden, mit welcher Abfindung Sie bei Aldi Süd rechnen können.

€
Durchschnitt der letzten zwölf Monate, inklusive Zulagen
Jahre
Angefangene Jahre über sechs Monate zählen voll

Der Richtwert ist eine Einschätzung, die wir aus den uns zugänglichen Informationen abgeleitet haben: Kündigungsschutz, Sozialplan, Gewerkschaft, betroffene Bereiche und wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Er ist kein zugesicherter oder amtlicher Wert. Was am Ende tatsächlich gezahlt wird, hängt zusätzlich von Ihrer persönlichen Situation ab und ganz erheblich davon, wie verhandelt wird. Nach oben ist der Bereich bewusst offen, weil im Einzelfall deutlich mehr möglich ist.

Mögliche Abfindung
–
Trifft eines davon auf Sie zu?
Liegt Ihr Angebot darunter?
Tragen Sie ein, was Ihnen angeboten wurde. Wir ordnen es für Sie ein.
€

Die Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung auf Basis der verbreiteten Regelformel und ersetzt keine Rechtsberatung. AbfindungsHero erbringt selbst keine Rechtsdienstleistungen, sondern vermittelt den Kontakt zu Anwältinnen und Anwälten für Arbeitsrecht. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung besteht nur in Ausnahmefällen. Die tatsächliche Höhe hängt zusätzlich von Alter, Unterhaltspflichten, einer möglichen Schwerbehinderung, der Wirksamkeit der Kündigung und dem Verhandlungsverlauf ab. Eine Beurteilung des Einzelfalls ist nur durch eine anwaltliche Prüfung möglich.

Stellenabbau-Ereignisse
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2026 Laufend
Abbau 1.250 Stellen am Stammsitz Mülheim

Aldi Süd bestätigte im April 2026 den Abbau von rund 1.250 Stellen am Stammsitz Mülheim an der Ruhr bis Ende 2027, davon mehr als 1.000 in der Digitalsparte Aldi DX; betroffen ist auch der internationale Einkauf. Kündigungen sind nach Berichten nicht geplant, Austritte sollen über Abfindungen erreicht werden, bei Aldi International Services erstmals über ein Freiwilligenprogramm. Hintergrund ist das interne Programm Cost Leadership Reset.

1.250 Stellen
Keine Kündigungen
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2025 Abgeschlossen
Abbau in der Buchhaltung und Schließung des Onlineshops

Im April 2025 wurde bekannt, dass Aldi Süd rund 100 automatisierbare Stellen im Bereich Accounting und Buchhaltung in Mülheim abbaut; Tätigkeiten sollen nach Berichten nach Indien und Rumänien verlagert werden. Zum 30. September 2025 wurde der gemeinsame Onlineshop von Aldi Süd und Aldi Nord geschlossen, wovon knapp 80 Beschäftigte betroffen waren.

180 Stellen
Kündigungen unbekannt

Aldi Süd: Stellenabbau, Abfindung & Rechte der Mitarbeiter

Stellenabbau bei Aldi Süd: 1.250 Stellen am Stammsitz

Aldi Süd baut bis Ende 2027 rund 1.250 Stellen am Stammsitz in Mülheim an der Ruhr ab. Das bestätigte der Discounter Ende April 2026, nachdem die Belegschaft auf einer virtuellen Mitarbeiterversammlung informiert worden war. Der größte Teil entfällt auf die Digitalsparte Aldi DX, dort sollen mehr als 1.000 Stellen wegfallen; betroffen ist außerdem der internationale Einkauf. Kündigungen sind nach Berichten nicht geplant, stattdessen sollen Beschäftigte mit Abfindungen zum freiwilligen Ausscheiden bewegt werden. Bei der Einheit Aldi International Services setzt das Unternehmen dafür erstmals ein Freiwilligenprogramm auf.

Der Abbau läuft seit 2025 in mehreren Wellen

Im April 2025 wurde bekannt, dass rund 100 automatisierbare Stellen in der Buchhaltung wegfallen; Tätigkeiten sollen nach Berichten nach Indien und Rumänien verlagert werden. Zum 30. September 2025 schloss der gemeinsame Onlineshop von Aldi Süd und Aldi Nord, davon waren knapp 80 Beschäftigte betroffen. Im Januar 2026 bestätigte Aldi Süd gegenüber der dpa, dass in der Deutschlandzentrale mehrere Hundert Stellen wegfallen, vor allem in Buchhaltung, Personal und Einkauf; Brancheninsider rechneten mit bis zu 500 der rund 2.000 Stellen am Standort. Damals hieß es aus Unternehmenskreisen, es gehe nicht um betriebsbedingte Kündigungen, sondern um Fluktuation und freiwillige Vereinbarungen.

Der Grund ist Zentralisierung, nicht eine Krise

Hintergrund ist das konzernweite IT-Projekt Ahead, das Systeme vereinheitlicht und Aufgaben bündelt, sowie die Verlagerung von Konzernfunktionen an die internationale Holding in Salzburg. Aldi Süd hat auch in den USA, Australien, Großbritannien und Österreich bereits Stellen gestrichen. Wirtschaftlich steht der Discounter nicht unter Druck: Der Umsatz lag 2024 bei rund 89 Milliarden Euro, weltweit beschäftigt Aldi Süd über 200.000 Menschen, in Deutschland rund 50.000 in etwa 2.000 Filialen.

Filialen und Regionalgesellschaften

Der Filialbetrieb ist vom aktuellen Abbau nicht betroffen. Strukturell verändert sich trotzdem etwas: Nicht mehr jede der 24 Regionalgesellschaften soll eine eigene Expansionsabteilung haben, und die Mülheimer Regionalgesellschaft samt Logistikzentrum wurde geschlossen, wovon rund 290 Beschäftigte betroffen waren; ihnen wurden andere Stellen im Konzern angeboten. Wer in einer Regionalgesellschaft arbeitet, hat einen anderen Arbeitgeber als die Beschäftigten der Zentrale, mit eigenem Betriebsrat und eigenen Betriebsvereinbarungen.

Sie sind vom Stellenabbau bei Aldi Süd betroffen?

Ob ein Angebot fair ist, lässt sich seriös nur am konkreten Fall beurteilen. In einem kostenlosen Erstgespräch schätzt ein Anwalt für Arbeitsrecht aus unserem Netzwerk Ihre Lage ein und sagt Ihnen, worauf es bei Ihnen ankommt. Eine erste Orientierung zur Größenordnung gibt Ihnen vorab der Abfindungsrechner.