ProSiebenSat.1 Media SE –
Stellenabbau & Abfindung
Alles was betroffene ProSiebenSat.1 Media SE-Mitarbeiter wissen müssen: aktueller Stellenabbau, Abfindungsformel, Sozialplan und rechtliche Einordnung.
* Die Spanne ist eine redaktionelle Einschätzung von AbfindungsHero auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen wie Branche, Mitbestimmung, Ertragslage und veröffentlichter Regelungen. Sie ist keine Angabe des Unternehmens. Im Einzelfall verschieben Betriebszugehörigkeit, Alter und besonderer Kündigungsschutz das Ergebnis deutlich.
Anmerkungen zur Entwicklung
- Stichtag 31. Dezember. 2024 und 2025 sind Kopfzahlen aus dem Geschäftsbericht 2025 (ESRS S1-6); die Jahre davor sind geschätzt und beruhen teils auf Vollzeitäquivalenten, weshalb sie nicht direkt vergleichbar sind.
- 2025 · Rückgang von 7.477 auf 6.606 Köpfe; in Vollzeitstellen von 7.041 auf 6.212, davon Deutschland 5.179 nach 5.904.
Aktuelle Regelungen
ProSiebenSat.1 hat 2025 rund 430 Vollzeitstellen über ein mit den Arbeitnehmervertretern vereinbartes Freiwilligenprogramm abgebaut. Konditionen sind nicht veröffentlicht; der Konzern ist nicht tarifgebunden.
Einschätzung des Abfindungsfaktors
Wir leiten einen Faktor von 0,8 ab, mit einer Spanne von 0,6 bis 1,1. Dafür spricht vor allem die Konstruktion: Das Programm war freiwillig und mit den Arbeitnehmervertretern vereinbart, ProSiebenSat.1 war also auf Zustimmung angewiesen und musste die Angebote attraktiv gestalten. Dazu kommt das überdurchschnittliche Gehaltsniveau in Redaktion, Produktion und Verwaltung. Dämpfend wirkt die fehlende Tarifbindung: Nur rund zehn Prozent der Beschäftigten sind von Tarifverträgen erfasst.
Der Faktor ist unsere Einschätzung, keine Zusage des Unternehmens. Nach der Übernahme durch MFE kommt es darauf an, in welcher Konzerngesellschaft Ihr Vertrag liegt. Dazu kommen Betriebszugehörigkeit, Alter und ein möglicher besonderer Kündigungsschutz. Hinzu kommen weitere Umstände des Einzelfalls.
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Der Richtwert ist eine Einschätzung, die wir aus den uns zugänglichen Informationen abgeleitet haben: Kündigungsschutz, Sozialplan, Gewerkschaft, betroffene Bereiche und wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Er ist kein zugesicherter oder amtlicher Wert. Was am Ende tatsächlich gezahlt wird, hängt zusätzlich von Ihrer persönlichen Situation ab und ganz erheblich davon, wie verhandelt wird. Nach oben ist der Bereich bewusst offen, weil im Einzelfall deutlich mehr möglich ist.
Die Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung auf Basis der verbreiteten Regelformel und ersetzt keine Rechtsberatung. AbfindungsHero erbringt selbst keine Rechtsdienstleistungen, sondern vermittelt den Kontakt zu Anwältinnen und Anwälten für Arbeitsrecht. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung besteht nur in Ausnahmefällen. Die tatsächliche Höhe hängt zusätzlich von Alter, Unterhaltspflichten, einer möglichen Schwerbehinderung, der Wirksamkeit der Kündigung und dem Verhandlungsverlauf ab. Eine Beurteilung des Einzelfalls ist nur durch eine anwaltliche Prüfung möglich.
Im Mai 2025 kündigte ProSiebenSat.1 den Abbau von rund 430 Vollzeitstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Umgesetzt wurde er über ein Freiwilligenprogramm, auf das sich das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt hatte. Die Einsparungen sollten 2025 einen mittleren und ab 2026 einen hohen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr erreichen.
Anfang September 2025 übernahm MFE MediaForEurope die Mehrheit an ProSiebenSat.1 und hält seither mehr als 75 Prozent. Die Führung wurde ausgetauscht, ein weiterer Stellenabbau in Deutschland wurde bislang nicht angekündigt; 2026 wurden Managementebenen abgeschafft, betroffene Führungskräfte blieben im Unternehmen. Dies ist kein Stellenabbau.
2023 baute ProSiebenSat.1 in Deutschland rund 400 Stellen ab, rund jede zehnte Stelle im Unterhaltungsgeschäft und in der Holding. Der Konzern begründete das mit dem anhaltend schwierigen Umfeld und der Notwendigkeit, Sach- und Personalkosten zu senken.
ProSiebenSat.1 Media SE: Stellenabbau, Abfindung & Rechte der Mitarbeiter
Zwei Abbaurunden seit 2023
ProSiebenSat.1 kündigte im Mai 2025 den Abbau von rund 430 Vollzeitstellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Umgesetzt wurde er über ein Freiwilligenprogramm, auf das sich das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt hatte. Bereits 2023 waren rund 400 Vollzeitstellen weggefallen, damals rund jede zehnte Stelle im Unterhaltungsgeschäft und in der Holding. Die Zahl der Vollzeitstellen sank von 7.041 auf 6.212, in Deutschland von 5.904 auf 5.179. Nach Köpfen waren es zum 31. Dezember 2025 noch 6.606 Beschäftigte, davon 5.622 in Deutschland.
Neuer Eigentümer MFE
Seit September 2025 hält MFE MediaForEurope, die Medienholding der Familie Berlusconi, mehr als 75 Prozent an ProSiebenSat.1. Die Führungsspitze wurde ausgetauscht, neuer Vorstandschef ist Marco Giordani. Ein weiterer Stellenabbau in Deutschland ist unter MFE bislang nicht angekündigt, am Standort Unterföhring will der neue Eigentümer festhalten. 2026 wurden stattdessen Managementebenen abgeschafft und die Steuerung zentralisiert; betroffene Führungskräfte verloren ihre Funktion, blieben aber im Unternehmen. Im Österreich-Geschäft startete 2026 dagegen ein größeres Effizienz- und Restrukturierungsprogramm.
Was Beschäftigte wissen sollten
Der Rückgang geht nicht allein auf das Freiwilligenprogramm zurück: Der Konzern nennt zusätzlich Schwankungen im Produktionsgeschäft der Seven.One Studios, die Reorganisation der ParshipMeet Group und den Verkauf von Verivox; bei flaconi stieg die Beschäftigung dagegen. Tarifverträge decken nach dem Geschäftsbericht 2025 rund 10 Prozent der Beschäftigten ab, Abfindungsregelungen entstehen also nicht aus einem Tarifvertrag, sondern aus Vereinbarungen mit den Arbeitnehmervertretungen. Neben lokalen Betriebsratsgremien bestehen ein SE-Betriebsrat und ein Europäischer Betriebsrat; am Arbeitsplatz vertreten sind in Deutschland 40 bis 59 Prozent der Beschäftigten. Der Konzern konzentriert sich auf das Unterhaltungsgeschäft und hat sich von Randgeschäften getrennt; Branchenbeobachter erwarten weitere Verkäufe, etwa bei Flaconi, Jochen Schweizer mydays oder der Parship Meet Group.
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Wie viel möglich ist, hängt an Ihrem konkreten Fall. Ein Anwalt für Arbeitsrecht aus unserem Netzwerk gibt Ihnen in einem kostenlosen Erstgespräch eine erste Einschätzung; mit dem Abfindungsrechner sehen Sie vorab die Größenordnung.