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Automotive Coburg, Bayern nicht börsennotiert (Familienunternehmen)

Brose Fahrzeugteile –
Stellenabbau & Abfindung

Alles was betroffene Brose Fahrzeugteile-Mitarbeiter wissen müssen: aktueller Stellenabbau, Abfindungsformel, Sozialplan und rechtliche Einordnung.

9.700
Mitarbeiter Deutschland
Abgeschlossen
Stellenabbau
0,6 bis 1,1*
Abfindungsfaktor
Ja
Betriebsrat vorhanden
Kein Ausschluss bekannt
Betriebsbedingte Kündigungen

* Die Spanne ist eine redaktionelle Einschätzung von AbfindungsHero auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen wie Branche, Mitbestimmung, Ertragslage und veröffentlichter Regelungen. Sie ist keine Angabe des Unternehmens. Im Einzelfall verschieben Betriebszugehörigkeit, Alter und besonderer Kündigungsschutz das Ergebnis deutlich.

Unternehmenskennzahlen
32.000
Mitarbeiter weltweit
7,7 Mrd. €
Umsatz
Coburg, Bayern
Hauptsitz
9.700
Mitarbeiter Deutschland
Automotive
Branche
nicht börsennotiert (Familienunternehmen)
Börsennotierung
Entwicklung der Mitarbeiterzahl
Weltweit
0 10.000 20.000 30.000 40.000 17 2017: 25.600 25.600 18 2018: 24.600 24.600 19 2019: 23.671 23.671 20 2020: 23.430 23.430 21 2021: 23.157 23.157 22 2022: 22.887 22.887 23 2023: 31.982 31.982 24 2024: 31.298 31.298 25 2025: 32.000 32.000
Deutschland
0 5.000 10.000 15.000 17 2017: 8.600 8.600 18 2018: 8.500 8.500 19 2019: 8.443 8.443 20 2020: 8.109 8.109 21 2021: 7.710 7.710 22 2022: 7.359 7.359 23 2023: 10.070 10.070 24 2024: 9.663 9.663 25 2025: 9.700 9.700

Anmerkungen zur Entwicklung

  1. Die Werte für 2017 stammen aus einer Unternehmensmitteilung (25.600 weltweit, davon 8.600 in Deutschland), die für 2018 sind zwischen 2017 und 2019 geschätzt, die für 2025 entsprechen den aktuellen Unternehmensangaben. Wichtig für den Verlauf: Der Sprung von rund 22.900 im Jahr 2022 auf rund 32.000 im Jahr 2023 ist kein Personalaufbau, sondern ein Wechsel der Konsolidierung; seitdem weist Brose Konzernzahlen der Brose Familien SE aus, inklusive des Gemeinschaftsunternehmens Brose Sitech. Brose ist ein Familienunternehmen und veröffentlicht keine detaillierten Beschäftigtenzahlen je Standort; belegt sind rund 32.000 weltweit, rund 6.600 in Franken und rund 1.700 in Würzburg.
  2. 2024 · Ankündigung, rund 950 Verwaltungsstellen an Hochlohnstandorten bis Ende 2025 abzubauen.
Abfindung
Abfindungsfaktor
0,6 bis 1,1
Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr
Redaktionelle Schätzung
Verhandlungspartner
Betriebsrat und IG Metall
Abbau-Methode
Freiwillig

Aktuelle Regelungen

Brose hat den Abbau von rund 950 Verwaltungsstellen als weitestgehend sozialverträglich angekündigt. Konditionen sind nicht veröffentlicht; in früheren Fällen schloss das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen aus und vereinbarte mit den Standort-Betriebsräten freiwillige Abfindungsprogramme.

Einschätzung des Abfindungsfaktors

Wir leiten einen Abfindungsfaktor von 0,8 ab, mit einer Spanne von 0,6 bis 1,1. Dafür sprechen die belegte Praxis freiwilliger Abfindungsprogramme, das Gehaltsniveau in Verwaltung und Zentralbereichen und die Mitbestimmung an den Standorten. Dämpfend wirken die schwache Auslastung der Werke und die Lage der Autozulieferbranche. Eine Besonderheit: Ohne Gesamtbetriebsrat wird an jedem Standort einzeln verhandelt, die Bedingungen können sich daher zwischen Coburg, Bamberg, Würzburg und Berlin unterscheiden.

Der Faktor ist unsere Einschätzung, abgeleitet aus Kennzahlen wie Branche, Region, Mitbestimmung und wirtschaftlicher Lage, und keine Zusage des Unternehmens. Entscheidend bleibt Ihr Einzelfall: Betriebszugehörigkeit, Alter und besonderer Kündigungsschutz, etwa bei Schwerbehinderung, Schwangerschaft, Elternzeit oder einem Betriebsratsmandat, können das Ergebnis deutlich verschieben. Hinzu kommen weitere Umstände des Einzelfalls.

Abfindungsrechner für Brose Fahrzeugteile

Berechnen Sie in wenigen Sekunden, mit welcher Abfindung Sie bei Brose Fahrzeugteile rechnen können.

€
Durchschnitt der letzten zwölf Monate, inklusive Zulagen
Jahre
Angefangene Jahre über sechs Monate zählen voll

Der Richtwert ist eine Einschätzung, die wir aus den uns zugänglichen Informationen abgeleitet haben: Kündigungsschutz, Sozialplan, Gewerkschaft, betroffene Bereiche und wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Er ist kein zugesicherter oder amtlicher Wert. Was am Ende tatsächlich gezahlt wird, hängt zusätzlich von Ihrer persönlichen Situation ab und ganz erheblich davon, wie verhandelt wird. Nach oben ist der Bereich bewusst offen, weil im Einzelfall deutlich mehr möglich ist.

Mögliche Abfindung
–
Trifft eines davon auf Sie zu?
Liegt Ihr Angebot darunter?
Tragen Sie ein, was Ihnen angeboten wurde. Wir ordnen es für Sie ein.
€

Die Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung auf Basis der verbreiteten Regelformel und ersetzt keine Rechtsberatung. AbfindungsHero erbringt selbst keine Rechtsdienstleistungen, sondern vermittelt den Kontakt zu Anwältinnen und Anwälten für Arbeitsrecht. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung besteht nur in Ausnahmefällen. Die tatsächliche Höhe hängt zusätzlich von Alter, Unterhaltspflichten, einer möglichen Schwerbehinderung, der Wirksamkeit der Kündigung und dem Verhandlungsverlauf ab. Eine Beurteilung des Einzelfalls ist nur durch eine anwaltliche Prüfung möglich.

Stellenabbau-Ereignisse
✕
2024 Abgeschlossen
Abbau 950 Verwaltungsstellen

Brose kündigte im Oktober 2024 an, rund 950 Stellen in der Administration an Hochlohnstandorten abzubauen, bei weltweit rund 32.000 Beschäftigten. Grund war die schwache Auslastung der hochautomatisierten Werke; die Organisation sollte verschlankt und Hierarchien abgebaut werden. Der Abbau sollte bis Ende 2025 weitestgehend sozialverträglich erfolgen. Betroffene Standorte wurden nicht veröffentlicht.

950 Stellen
Kündigungen unbekannt
✕
2019 Abgeschlossen
Future Brose mit Abbau von 2.000 Stellen

Mit dem Erneuerungsprogramm Future Brose kündigte das Unternehmen im Oktober 2019 an, bis Ende 2022 rund 2.000 der damals 9.000 Stellen in Deutschland abzubauen, schwerpunktmäßig in den Zentral- und Geschäftsbereichen. Rund 600 Stellen entfielen auf die Werke Coburg, Hallstadt, Würzburg und Berlin. Betriebsbedingte Kündigungen sollten weitgehend vermieden werden; Ende 2020 waren nach Unternehmensangaben bereits 900 Stellen abgebaut oder vereinbart.

2.000 Stellen
Kündigungen unbekannt

Brose Fahrzeugteile: Stellenabbau, Abfindung & Rechte der Mitarbeiter

950 Stellen in der Verwaltung

Brose kündigte im Oktober 2024 an, rund 950 Stellen in der Administration an Hochlohnstandorten abzubauen, bei damals weltweit rund 32.000 Beschäftigten. Verwaltungsratsvorsitzender Michael Stoschek nannte als Grund, dass die hochautomatisierten Werke nicht ausgelastet seien und sich daran kurzfristig nichts ändern lasse; die Organisation solle verschlankt, Hierarchien abgebaut und Führungsspannen vergrößert werden. Der Abbau sollte bis Ende 2025 weitestgehend sozialverträglich erfolgen. Welche Standorte konkret betroffen sind, hat Brose nicht veröffentlicht. In Franken beschäftigt das Unternehmen rund 6.600 Menschen, allein in Würzburg etwa 1.700.

Es ist nicht der erste Einschnitt

Bereits 2019 startete Brose das Erneuerungsprogramm Future Brose mit dem Abbau von rund 2.000 der damals 9.000 Stellen in Deutschland bis Ende 2022, schwerpunktmäßig in den Zentral- und Geschäftsbereichen, also in der Verwaltung. Rund 600 Stellen entfielen auf die Werke in Coburg, Hallstadt, Würzburg und Berlin; die Fertigung von Schließsystemen mit 200 Beschäftigten wurde aus Wuppertal verlagert. Ende 2020 waren nach Unternehmensangaben bereits 900 Stellen abgebaut oder vereinbart.

Wie Brose in der Vergangenheit vorgegangen ist

Beim Abbau von 73 Stellen in der Coburger Spindelantriebsfertigung 2020, deren Produktion in die Slowakei verlagert wurde, schloss das Unternehmen betriebsbedingte Kündigungen aus und verhandelte mit dem Betriebsrat über ein freiwilliges Abfindungsprogramm. Eine Besonderheit: Brose hat keinen Gesamtbetriebsrat, verhandelt wird mit den einzelnen Standort-Betriebsräten. Die IG Metall Bamberg beschrieb das Vorgehen an den Standorten Bamberg und Hallstadt als bemüht sozialverträglich, an anderen Standorten sah sie das anders.

Eigentümer und Ausblick

Brose ist ein Familienunternehmen, die Familien Volkmann und Stoschek halten je 50 Prozent. Stoschek hat erklärt, das Unternehmen sei offen für Partner, etwa über ein Joint Venture oder eine Beteiligung, um das wirtschaftliche Risiko breiter zu verteilen. Ein Eigentümerwechsel oder Partnereinstieg kann Strukturen erneut verändern.

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