Airbus SE –
Stellenabbau & Abfindung
Alles was betroffene Airbus SE-Mitarbeiter wissen müssen: aktueller Stellenabbau, Abfindungsformel, Sozialplan und rechtliche Einordnung.
* Die Spanne ist eine redaktionelle Einschätzung von AbfindungsHero auf Basis öffentlich zugänglicher Informationen wie Branche, Mitbestimmung, Ertragslage und veröffentlichter Regelungen. Sie ist keine Angabe des Unternehmens. Im Einzelfall verschieben Betriebszugehörigkeit, Alter und besonderer Kündigungsschutz das Ergebnis deutlich.
Anmerkungen zur Entwicklung
- 2027 · Airbus bringt seinen Raumfahrtbereich in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Thales und Leonardo ein, an dem Airbus 35 Prozent hält. Ein daraus folgender Rückgang wäre ein Portfolioeffekt, kein Stellenabbau.
Aktuelle Regelungen
Der im Oktober 2024 angekündigte Abbau bei Airbus Defence and Space war auf Mitte 2026 terminiert und umfasste zuletzt 2.043 Stellen in Europa, davon 689 in Deutschland. Betriebsbedingte Kündigungen waren von Beginn an ausgeschlossen, umgesetzt wurde über Abfindungen und interne Wechsel. Davon zu unterscheiden ist die Einbringung des Raumfahrtgeschäfts in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Thales und Leonardo ab 2027; das ist ein Arbeitgeberwechsel, kein Stellenabbau.
Einschätzung des Abfindungsfaktors
Wir leiten einen Faktor von 1,3 ab, mit einer Spanne von 1,1 bis 1,6. Dafür sprechen gleich mehrere Punkte: Betriebsbedingte Kündigungen waren von Beginn an ausgeschlossen, umgesetzt wurde über Abfindungen und interne Wechsel, die IG Metall ist stark vertreten, und das Gehaltsniveau in der Luft- und Raumfahrt liegt deutlich über dem Durchschnitt. Dazu kommt ein Konzern mit voller Auftragslage, der sich eine teure Einigung leisten kann.
Der Faktor ist unsere Einschätzung, keine Zusage des Unternehmens. Wichtig ist die Unterscheidung: Die Einbringung des Raumfahrtgeschäfts in das Gemeinschaftsunternehmen mit Thales und Leonardo ist kein Stellenabbau, sondern ein Wechsel des Arbeitgebers. Dazu kommen Betriebszugehörigkeit, Alter und ein möglicher besonderer Kündigungsschutz. Hinzu kommen weitere Umstände des Einzelfalls.
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Der Richtwert ist eine Einschätzung, die wir aus den uns zugänglichen Informationen abgeleitet haben: Kündigungsschutz, Sozialplan, Gewerkschaft, betroffene Bereiche und wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Er ist kein zugesicherter oder amtlicher Wert. Was am Ende tatsächlich gezahlt wird, hängt zusätzlich von Ihrer persönlichen Situation ab und ganz erheblich davon, wie verhandelt wird. Nach oben ist der Bereich bewusst offen, weil im Einzelfall deutlich mehr möglich ist.
Die Berechnung ist eine unverbindliche Orientierung auf Basis der verbreiteten Regelformel und ersetzt keine Rechtsberatung. AbfindungsHero erbringt selbst keine Rechtsdienstleistungen, sondern vermittelt den Kontakt zu Anwältinnen und Anwälten für Arbeitsrecht. Ein gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung besteht nur in Ausnahmefällen. Die tatsächliche Höhe hängt zusätzlich von Alter, Unterhaltspflichten, einer möglichen Schwerbehinderung, der Wirksamkeit der Kündigung und dem Verhandlungsverlauf ab. Eine Beurteilung des Einzelfalls ist nur durch eine anwaltliche Prüfung möglich.
Airbus, Thales und Leonardo unterzeichneten im Oktober 2025 eine Absichtserklärung, ihre Raumfahrtaktivitäten in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in Toulouse zu bündeln (Anteile 35 / 32,5 / 32,5 Prozent, rund 25.000 Beschäftigte, etwa 6,5 Mrd. Euro Umsatz, operativ ab 2027). Airbus bringt Space Systems und Space Digital mit mehr als 9.000 Beschäftigten ein, davon laut Betriebsrat rund 3.600 in Deutschland. Für sie ist das ein Arbeitgeberwechsel, kein Stellenabbau.
Airbus kündigte am 16. Oktober 2024 an, in der Sparte Defence and Space bis Mitte 2026 bis zu 2.500 Stellen abzubauen; Auslöser waren Abschreibungen von 989 Millionen Euro im Satellitengeschäft. Im Dezember 2024 nannte das Unternehmen 2.043 Stellen in Europa, davon 689 in Deutschland an den Standorten Ottobrunn, Friedrichshafen, Manching, Bremen, Backnang und Ulm. Betriebsbedingte Kündigungen waren vor Verhandlungsbeginn ausgeschlossen.
Airbus SE: Stellenabbau, Abfindung & Rechte der Mitarbeiter
Der Abbau in Defence and Space ist ausgelaufen
Airbus kündigte am 16. Oktober 2024 an, in der Sparte Defence and Space bis Mitte 2026 bis zu 2.500 Stellen abzubauen. Auslöser waren Verluste im Satellitengeschäft mit Abschreibungen von 989 Millionen Euro allein im ersten Halbjahr 2024. Im Dezember 2024 nannte das Unternehmen konkretere Zahlen: 2.043 Stellen in Europa, davon 689 in Deutschland. Betroffen sind laut Gesamtbetriebsrat Ottobrunn, Friedrichshafen, Manching, Bremen sowie Backnang und Ulm, vor allem in der Verwaltung und im Raumfahrtbereich. Betriebsbedingte Kündigungen waren nach Angaben von Gesamtbetriebsratschef Thomas Pretzl bereits vor Verhandlungsbeginn ausgeschlossen; Airbus setzte auf Abfindungen und interne Wechsel in wachsende Bereiche.
Die Ausgliederung der Raumfahrt ist der größere Vorgang
Airbus, Thales und Leonardo haben im Oktober 2025 eine Absichtserklärung unterzeichnet, ihre Raumfahrtaktivitäten in einem Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in Toulouse zusammenzulegen. Airbus hält 35 Prozent, Thales und Leonardo je 32,5 Prozent; die neue Gesellschaft käme auf rund 25.000 Beschäftigte und etwa 6,5 Milliarden Euro Jahresumsatz und soll 2027 operativ sein. Airbus bringt die Bereiche Space Systems und Space Digital ein, insgesamt mehr als 9.000 Beschäftigte an über zehn Standorten. Nach Angaben des Betriebsrats arbeiten davon rund 3.600 in Deutschland, an fünf Standorten: Bremen, Friedrichshafen, Ottobrunn sowie Backnang mit der Tochter Tesat-Spacecom und Jena mit Jena-Optronik. Für diese Beschäftigten ist das kein Stellenabbau, sondern ein Wechsel des Arbeitgebers.
Der Standort Bremen
In Bremen arbeiten rund 4.500 Airbus-Beschäftigte, davon etwa 1.100 bei Defence and Space. Dort entstehen Komponenten für den Militärtransporter A400M sowie das Versorgungs- und Antriebsmodul für das US-Raumschiff Orion. Die A400M-Produktion läuft ohne Neubestellungen mittelfristig aus; der Betriebsrat sieht mittel- und langfristig die rund 500 damit verbundenen Arbeitsplätze gefährdet und fordert ein zweites Standbein, etwa den Bau von Kommunikationssatelliten für die Bundeswehr.
Der Kontrast zur Konzernlage
Airbus insgesamt erzielte 2025 einen Umsatz von 73,4 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von rund fünf Milliarden Euro; in Deutschland beschäftigt der Konzern rund 46.000 Menschen. Die Bremer Wirtschaftssenatorin hatte den Abbau vor diesem Hintergrund kritisiert, weil die Probleme im Satellitengeschäft den Standort Bremen nicht betreffen. Wo betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind, muss ein Arbeitgeber Freiwilligkeit erkaufen; das prägt die Verhandlungslage bei Aufhebungsangeboten in dieser Sparte.
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